Rückkehr zu den politisch Verlassenene, so heisst die neueste Studie von Johannes Hillje am Das Progressive Zentrum, die das Phänomen der wachsenden Anzahl rechtspopulistischer Wähler analysiert.

Die wichtigsten Ergebnisse für Deutschland sind:


  • Fremdenfeindlichkeit ist ein ein Abwehrmuster, um die gefühlte eigene Minderwertigkeit zu überdecken.
  • Die Themen, die Wähler mobilisieren, und die Sorgen, die sie in ihrem Altag tatsächlich beschäftigen gehen weit auseinander.
  • Die Narrative der populistischen Parteien wird kaum im individuellen Gespräch mit rechtspopulistischen Wählern widergegeben.
  • Europa wird als propagandistisches Feindbild von Parteien genutzt, aber von Bürgen oft eher als Lösung gesehen.

  • Der zunehmen Nationalismus richtet sich nicht eigentlich gegen Ausländer, sonder ist vielmehr eine Forderung nach mehr lokaler Politik, konkrete Lösungen vor Ort. 

Zusammenfassung | Studie | Projektseite



Bibliografie

Radermacher, Franz J.. (2010). Forma Futura im Dialog. 22. März 2010. PDF


Ein Kommentar von Tabea Hirzel

Geld bewegt die Welt – oder doch nicht? Die Welt bewegt sich ganz von alleine, angetrieben von biochemischen und physikalischen Gesetzen, die die Wissenschaftler bis heute nicht vollends zu erklären wissen. Manche glauben auch, dass es Gottes Geist ist, der sie bewegt und das dieser letzten Endes unergründlich sei, was im Grunde aufs selbe herrausläuft wie die wissenschaftliche Erklärung – so genau weiss es niemand.

Dies soll aber mit dem saloppen Satz „Geld bewegt die Welt nicht ausgedrückt werden. Vielmehr soll damit erklärt werden, dass das menschliche Handeln und Treiben und damit bis zu einem gewissen Grade das menschliche Schiksal von der Macht des Geldes bestimmt wird. Doch ist das so? Wollen wir zuerst einmal ergründen, was mit dieser Einfluss nehmenden Macht genau gemeint ist.

Gesellschaftlich, politische, und wirtschaftliche Macht

Menschliche Aktivitäten finden auf drei Ebenen statt; der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen.

Gesellschaftliche Macht

Die gesellschaftliche Ebene ist der Bereich des Menschlichen Lebens wo Beziehungen geknüpft werden psychologische Bedürfnisse befriedigt werden, gemeinsame soziale Gewohnheiten sich in Riten und Bräuchen weiter entwickeln, Sprache entsteht und gemeinsame Glaubensvorstellung Menschen zu einer gemeinsamen Identität finden lässt, die Grundlage jeglicher Gemeinschaft [ CITATION Hir092 \l 2055 ]. Macht auf gesellschaftlicher Ebene hat, wer über gewisse spirituelle und psychologische Eigenschaften verfügt die diese Mechanismen im Einzelnen zu steuern vermögen. Diese verlaufen in der Regel über Signalwirkungen die wir allgemein als Autorität oder Charisma wiedererkennen. Psychologische Stärke kann nicht erkauft werden oder durch Kurse angeeignet werden. Viele die zu spektakulärem Ruhm gelangt sind, haben zumindest zu Anfang ihrer Karriere nicht über die Geldmittel verfügt, die sie für Ihren Machtgewinn brauchten, wie zum Beispiel Napoleon, Hitler, Gandhi oder Mutter Theresa. Trotzdem haben sie die Welt bewegt; zum Guten wie zum Schlechten. Und doch bewegt Geld die Welt in diesem Bereich.

Es gibt ausgedehnte Studien [ CITATION Platzhalter1 \l 2055 ], darstellen wie Armut das Selbstbewusstsein durch stete Kränkung und Demütigung zerstören kann und in den meisten Fällen auch tatsächlich zerstört und in Depression oder Aggression mündet. Dies kann so weit gehen dass als letzte Ausweg oft nur noch der Selbstmord oder eine gewalttätige Reaktion gesehen werden. So kann Armut ein Mittel sein um gewisse Schichten oder Gruppen, wie zum Beispiel Frauen, oder Menschen einer gewissen Volkszugehörigkeit, ruhig zu halten. In anderen Situationen kann Armut ausgenutzt werden um ein fruchtbares Umfeld für Wut und daraus entstehende Revolutionen zu bilden, die nur noch eines Zündstoffes benötigen. Doch um zu bestimmen wer in einer Gemeinschaft arm und wer reich ist, braucht es politische Macht.

Politische Macht

Die Politik kann keine Kultur entwickeln, so ist der Vatikan als politische Institution nicht fähig den christlichen Glauben zu erschaffen, zu verändern oder abzuschaffen, jedenfalls nicht direkt. Das Christentum gründet sich auf die Lehren und das Leben Jesu – ohne Zweifel eine charismatische Figur. Er war ein Führer, der die Menschen im Herzen und im Geist bewegte. Soweit, dass sie neue Hoffnungen, neue Lösungsmöglichkeiten und neue Vorstellung vom Sinn des Lebens gewannen. Dies ging so weit, dass viele bereit waren dafür zu sterben. Doch geformt wurde das Christentum als Religion durch die Institutionen, die es auch mit Gewalt ausbreiten konnten. Gab es zuvor viele Briefe und Erfahrungsberichte, so wurde nach dem Konzil von Nizäa ein für allemal festgelegt, was Gültigkeit haben soll und was nicht. Jesus konnte niemanden zwingen ihm nachzufolgen und auch nicht Judas davon abhalten ihn zu verraten. Er hätte drei politische Handlungsmöglichkeiten gehabt, um dies zu tun; erstens Meinungsbildung in dem er die Jünger motiviert Judas von ihm fernzuhalten oder Menschen unter Druck zu setzen auch Jünger zu werden, zweitens mit direkte physische Gewalt Judas das Genick brechen „bevor es zu spät ist“, eine Art präventive Kriegsführung, die in der Politik ja nur allzu beliebt ist… oder als drittes hätte er versuchen können Judas einfach mehr zu bezahlen, als es die Pharisäer taten, etwa 60 Silbertaler oder so. Diese letzte Möglichkeit scheint die bevorzugte Taktik von nur allzu vielen Wirtschaftsbossen unserer Tage zu sein. In diesem letzten Punkt ist Geld durchaus nützlich, doch politische Macht ist es nicht. Geld kann politische macht nur Beeinflussen. Politische Macht ist die Möglichkeit Gesetze zu erlassen und diese auch durchzusetzten, sowie Steuern einzutreiben. Dies ist letzten Endes die Macht über Leben und Tot von Menschen zu Bestimmen. Aber genau dieses Durchsetzen von Gesetzen bedarf oft physischer Unterstützung wie Polizei- oder Militärgewalt. Gerade in diesem Bereich spielt Geld heute eine viel bedeutendere Roll als vor 2000 Jahren.

Wirtschaftliche Macht

Wirtschaftliche Macht ist die Fähigkeit menschliche Bedürfnisse möglichst Komplett und möglichst anhaltend zu befriedigen [ CITATION Men76 \l 2055 ]. Wo menschliches Leben in einer Gesellschaft statt findet, ist die Wirtschaft für dauernden Machterhalt auf eine möglichst ausgeglichene Befriedigung aller in der Gemeinschaft Lebenden Menschen ausgelegt, da grosse Gruppen von frustrierten Menschen zu Aggression neigen und die Gefahr eines Systemumsturzes bestehen kann. Menschliche Bedürfnisse sind aber subjektiv. In der Machtpolitik geht es letzten Endes darum abzuwägen, wie diese Menschlichen Bedürfnisse verteilt sind und welches die ideale Strategie ist, um möglichst lang an der Macht zu bleiben. Bildet man (durch politische Massnahmen) eine kleinere Gruppe von Getreuen um sich, die einen vor wütenden Massen fern halten, einen Mythos der Elite aufleben lassen und gerne Polizei und Militärdienste leisten als Dank für erhaltene Privilegien, u.a. finanzielle Privilegien? Die andere Möglichkeit ist es, Unterschiede in Status und wirtschaftlicher Macht der einzelnen, die herrschende Elite inbegriffen, so klein wie möglich zu halten. Da ergibt sich die Schwierigkeit, dass sich nie alle in einer Gemeinschaft von den Lösungsvorschlägen oder der Person der Regierenden begeistert sind, siehe Judas. Besagte Regel sagt 40% hegen Sympathie, 40% Antipathie und der Rest ist gleichgültig eingestellt [ CITATION Platzhalter1 \l 2055 ]. Somit sind Charisma und politische Taktik allein nie aussreichend.

Die wichtigste Grundlage um Macht zu erhalten und die menschliche Gesellschaft zu formen ist die wirtschaftliche. Dazu kann ich hier keine detaillierten Ausführungen machen, nur ein paar Anhaltspunkte:

Jede Gesellschaft besteht aus lebenden Individuen. Das „lebend“ ist ein wichtiger Punkt. Denn lebende Individuen, im Gegensatz zu toten, haben Bedürfnissen die gestillt werden MÜSSEN, sonst sterben sie. Also, selbst in einer Diktatur, wo alle eine Gehirnwäsche erhalten haben und zu allem ja und amen sagen, ist es dennoch wichtig, dass diese Menschen AUSREICHEND genährt sind, gekleidet sind, sicher sind, usw (siehe [ CITATION Platzhalter1 \l 2055 ].

Wenn Menschen nicht nur leben, sondern auch noch aktiv das Leben gestalten, dann fangen sie auch an Dinge zu hinterfragen. Damit sie nicht das ganze System ausser Kragt setzen, braucht es Mechanismen, die „Ausreisser“ wieder auf „die rechte Bahn bringen“. Die verschiedenen psychologischen oder physiologischen Modelle dazu, benötigen immer eine wirtschaftliche Grundlage um Privilegien zu verteilen oder zu entziehen.

Es muss sich nicht unbedingt um Geld handeln, diese Mechanismen spielen auch in reinen Tauschgesellschaften. In Gesellschaften wie der unsrigen, die eine Monetäre ist, ist gesellschaftlich gesehen „Wirtschaftsmacht“ mit Geld gleichgesetzt. Darin liegt aber geradezu die Schwäche des Arguments, da in unserer heutigen Wirtschaft zwar wirtschaftliche Kraft in Geld ausgedrückt wird, aber nicht immer. Wenn Sie zum Beispiel eine Kuh zu Hause haben und jeden Tag unter ihren Nachbarn 15 Liter Milch verteilen, dann ist das zwar ein wirtschaftlicher Gewinn für die ganze Nachbarschaft, wird aber von unserer Wirtschaft nicht erfasst. Umgekehrt gibt es Unsummen von Geld das in Büchern fein säuberlich eingetragen wurde (meist per Computer) aber weder eine wirtschaftliche Grösse in der realen Welt zu Grunde hat, noch in reale Mittel umgesetzt werden kann. Sahra Wagenknecht hat in ihrem Buch „Die Mythen der Modernisierer“ dies sehr bündig und Anhand viel besserer Beispiele erläutert [ CITATION Wag01 \l 2055 ].

Frauen, Macht und Geld

Eigentlich wäre es nun naheliegend, dass diejenigen, die das Leben in einer Gesellschaft erschaffen, das heisst, Kinder gebären, Kartoffeln pflanzen (Produktion), um die Kinder zu ernähren (Politik/Allokation), was übrig bleibt in Mehl verarbeiten, für zukünftigen Verbrauch (Kapital) und einen feinen Sonntagszopf daraus backen (Kunst, Kultur, Luxusgut) auch über diese frei verfügen. Dass dem nicht so ist, habe ich schon oben erwähnt, die Gründe zu erläutern ginge hier zu weit, handelt es sich doch um ein vielschichtiges Thema, das sich aus politischen, soziologischen, psychologischen und vielleicht auch biologischen Gründen zusammensetzt. Ich denke aber im Interesse der Menschheit und ihres Fortbestehens ist es dringend Notwendig, dass Frauen ihre Macht, durch oben genannte Beispiele ohnehin vorhanden Macht, erkennen und ihre Verantwortung wahrnehmen.
Dafür müssen sie lernen, was Geld eigentlich ist, wie es entsteht und wozu es dient. Die offene Arbeitsgruppe im Open Space unter dem Titel „Geld macht Frauen stark“, hilft Frauen ihr Geld und ihr Leben selber in die Hand zu nehmen.

Mit DRS 1 i d Zuekunft


Programmanzeige | Factsheet
Sicherheit ist ein vielverwendeter Begriff und nicht immer wird das selbe darunter verstanden. Es ist ein stark emotional geladenes Word, das sofort auch sein Gegenteil ins Bewusstsein ruft, Unsicherheit, Angst, Gefahr, machmal sogar Krieg. Doch, was verstehen wir eigentlich unter Sicherheit, und welche Konsequenzen hat diese Verständnis auf unser Verhalten?

Im Alltag sind wir gerade in der Schweiz ständig mit diesem Thema konfrontiert, so gibt es Ver-sicherungen gegen alles, die uns zwar vor Schaden nicht schützen können, aber uns ein Trostpflaster anbieten. Das macht Sinn in einer Gesellschaft in denen viele Verluste mit Dingen zusammenhängen deren eigentlicher Wert uns unwichtige ist, da sie jederzeit ersetzt werden können. So kann ein kaputer Fernseher, ein Auto oder eine zerschlagene Fensterscheibe sofort durch Neukauf ersetzt werden. Die alten Familienfotos bei einem Hausbrand sind nicht einfach ersetzbar, wenn wir an einem anderen Menschen schuldig werden, weil wir sie angefahren haben und sie nun mit einem Schleudertrauma leben muss, das kann uns keine Versicherung abnehmen. Wenn der geliebte Lebensgefährte unerwartet stirbt, dann tröstet vielleicht die Lebensversicherung nicht so einfach darüber hinweg. Versicherungen können finanziellen Schaden eingrenzen, doch manchmal gehen auch diese Pleite, dann gibt es Rückversicherungen.

Da springt der „Staat“ ein. Es gibt eine Rente, wenn man zu alt ist, um zu arbeiten, eine Arbeitslosenkasse, wenn es nicht genug arbeit gibt, das Sozialamt, wenn man von der Gesellschaft langfristig nicht gebraucht wird und selbst wenn man einen Firmenbakrot hat, springt manchmal der Staat ein und bezahlt die Schulden.

Um etwas besser zu verstehen, hilft oft eine Metapher. Sicherheit könnte man mit dem Imunsystem eines Biologischen Organismus vergleichen. Er kann zwar von aussen durch Viren und Bakterien angegriffen werden, oder von innen durch Schwächung oder Verletzung aus dem Gleichgewicht kommen, ein eigener Mechanismus hilft ihm aber wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Dies funktioniert natürlich immer nur in einem Gewissen Rahmen. So kann ein Beinbruch unter Umständen verheilen, wärend eine gleichstarke Einwirkung am Kopf zum Tode führen kann. Von einer kleinen Grippe erholen wir uns, doch neue Pandemien sind auch für uns tötlich. Wo liegt der Unterschied, wie können wir den sicheren Bereich erkennen und definieren.

Es gibt zwei Mechanismen die in einem System für Sicherheit, das heisst ein gesundes, dynamisches Gleichgewicht, nicht statisch, sorgen.

  1. Parallele Kommunikation: Wenn ein Teil ausfällt wird er durch einen anderen übernommen (Server Netzwerke, Quantum Kommunikation, Genom)
  2. Filter: Nicht alles wird „herein“ gelassen (Rezeptoren für Stoffe in den Zellen, )
  3. Aktive Abwehrmechanismen: Antikörper, Abwehr Signale, Polizei, Sanktionen
  4. Förderung positiver Aktivität: Positive Sanktionen, Rituale, Gemeinschaftsbildung, Gruppenbildung, Kinship
Was heisst das konkret?
Ist Offene Kommunkation ein Risiko für die Sicherheit? Das kommt auf das System an. In einem Totalitären Staat oder einer Hierarchisch durchstrukturierten Gesellschaft ist Offenheit ein grosses Risiko, wird als solches Erkannt und gezielt eingedämmt. Es ist in der Regel relativ einfach in solch ein system eindringen. Je mehr man weiss, desto schieriger herauszukommen. Unbeteilitgt sein ist die beste Sicherheitsstrategie.

In einer Gesellschaft die auf Gemeinschaft ausgerichtet ist und partizipativ Entscheidungen trifft, ist offene Kommunikation nicht nur ein Ideal sonder ein wirkungsvoller Mechanismus, um die Sicherheit zu gewährleisten. Probleme können frühzeitig erkannt und gelöst werden, kommunkation führt zur Gemeinschaftsbildung. Es dauert normalerweise lange, teil eines solchen systemes zu werden, und oft führ eine Mitgliedschaft zur transformation. Man wird teil systems und mengt ihm einen Teil seiner selbst bei.








Abstrakt

Angeregt durch die Diskussionsrunde im Schweizer Radio DRS unter dem Thema „Zukunft Schweiz, die Schweiz im Jahr 2030“, ist dieser Kommentar entstanden, der einen kurzen Anriss zu den Ursachen der sogenannten Wirtschaftskrise und eine mögliche Entwicklung für die Zukunft aufzeigen.



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Einführung

Wenn wir von Zukunft sprechen, dann ist dies nie eine Gewissheit sondern eine Möglichkeit, die Entsteht aus dem gegebenen Potential, den verfügbaren Ressourcen und dem menschlichen Erfindungsgeist, getrieben durch Bedürfnisse und Hoffnungen. Dies wurde auch schon vor über hundert Jahre treffend durch Carl Menger dargestellt[ CITATION Men07 \l 2055 ].

Somit ist die im Folgenden beschriebene Analyse zwangsläufig eine subjektive Wahrheit, die sich in diesem Masse auch nur verwirklicht, wenn sie von anderen Geteilt wird. Dieser Kommentar sollte nicht als Prognose missverstanden werden, eher als das Wahrnehmen einer Tendenz.

Dies ist eine sehr rasch verfasste Schrift als Antwort auf die heutige Diskussionsrunde im Radio DRS zum selbigen Thema und bietet daher nicht die fundierten Grundlagen einer wissenschaftlichen Arbeit. Dies ist eher ein persönlicher Kommentar.

Ausgangssituation

Wirtschaftskrise

Alles begann mit der Immobilienkrise im Frühsommer 2007, und der darauf folgenden Börsen und zuletzt der weltweiten Wirtschaftskrise, die heute im Jahr 2010 immer noch andauert. Damit reiht sich diese Krise in eine Reihe von dramatischen Ereignissen der Wirtschaftsgeschichte; die Börsenkrise von 1720 in Frankreich oder der berühmte „Schwarze Freitag“ 1929 an der New Yorker Börse, sind einige Beispiele. Begann es tatsächlich dort? Zeichen für die kommenden Krise, auch wenn dies gerne verdeckt wird, gab es genug, sowie Leute, die sich auch dafür einsetzten zu warnen. Ernst genommen wurden sie nicht. Doch was dies Unkenrufe der Vergangenheit gemeinsam hatten, ist die Grundlage, dass die Ursprünge der angedrohten Krise nicht im Verlauf der Wirtschaft selbst sondern bedingt wurde durch das menschliche Verhalten und fragliche Zielsetzungen. Dies führte zu einer Überhitzung der Märkte und am Ende zu Ihrem Zusammenbruch. Diese „aufgeregten Zustände“, wie wir sie auch aus der Quantenphysik [ CITATION Kon09 \l 2055 ] kennen, drohen in Chaos zu münden.

Wertekrise

Das bis dahin allgemein akzeptierte kartesische Denken, das unserem mechanistischem Wirtschaftssystem zugrundliegt, und klare Unterschiede zwischen Schwarz und Weiss, Richtig und Falsch bennent, kurz gesagt in Dichotomien, Gegensätze einteilt, wurde nicht nur durch den Finanzmarkt in Frage gestellt. Andere Denkweisen, importiert von Zuwanderern und Rückwanderern, neue Technologien im Umgang mit Energie und der Übermittlung von Daten sowie neue Lebensstrukturen in der Gesellschaft stellen die objektive Realität des kartesischen Weltbildes in Frage. Dies führt verständlicherweise zu Verunsicherung und Ängsten, in den Menschen; dem gewöhnlichen Bürger genauso wie bei den Führungskräften.
Alte Werte werden schon seit langem und teilweise auch zu Recht in Frage gestellt. Neue Werte stehen als Möglichkeit zur Verfügung, doch eine vollumfängliche Akzeptanz, ein neues Weltbild und Gedankengefüge hat sich noch nicht klar ausgeformt. Schwarz und Weiss existieren, aber als Kategorien unseres Denkens und als äussere Grenzen von Möglichkeiten, zwischen denen die Realität fluktuiert.

Gesellschaftskrise

Wenn menschliche Werte, die Ethik, vom altgriechischen „Ethos“, das beschreibt „wie man leben soll“, wen diese Werte durcheinanderkommen, führt dies zu Schwankungen in den Gesellschaftsstrukturen, die in Umstürze von Gesellschaftsordnungen und Normen münden kann. Dass es in der Schweiz eine immer grösser werdende Kluft zwischen Arm und Reich, den Zielen des Volkes und den Programmen der Führungselite gibt, ist für viele offensichtlich.
Lösungen kommen da eher nicht von reaktionären Anpassungen von Steuergesetzen und anderen Normen, die oft eher aus Hilflosigkeit und Willkür erdacht werden als von echte Visionen durchtränkt zu sein.

Krise – Chaos – Kreation

Krisen sind Chancen, nicht wie es so oft heisst „auch“ Chancen. Die Krise ist ein System, das entsteht durch eine zu hohe Aktivität oder Überhitzung. Dieses Phänomen wird auch in der Quantenmechanik über Zustände (quantum states) beschrieben wird. Es gibt nur zwei Wege aus dem Chaos. Ein starkes, deutliches, einmaliges Signal, das das System in die vorherige Ordnung zurückbringt oder der Zusammensturz des Systems, respektive einen „Quantensprung“, aus dem etwas Neues hervorgebracht wird; die Erschaffung eines neuen Systems.
Falls diese Krise, wie ich zutiefst hoffe, NICHT wie in den 30er Jahren zu kriegerischen Konflikten führt und auch nicht wie in den 90er Jahren alles wieder zum Alten zurückkehrt, dann sieht meine Vision folgendermassen aus.

Das Jahr 2030

Das 2030 ist ein Jahr in dem die Menschen glücklich sind, sie sich als lebende Wesen wahrnehmen und sich wohl fühlen im Umgang mit anderen lebenden Wesen. Die Definition, was lebendes Wesen ist, wird 2030 vielleicht nicht so absolut sein. Was oder wer in eine kommunikative Beziehung treten kann ist darin inbegriffen, dies kann andere Menschen, Tiere, Pflanzen, vielleicht auch noch ganz andere im Ecosystem befindliche Einheiten betreffen.
Im Jahr 2030 muss niemand Mangel leiden und es hebt sich auch niemand stark hervor, es gibt Unterschiede, aber die sind eher in der Art (Qualität) als in der Menge (Quantität) zu sehen. So ist ein Mensch, die als Bäckerin arbeitet anders als ein Mensch, der sich um Kinder kümmert oder ein dritter der beides tut. Doch wird daraus nicht direkt ein Schluss gezogen, wer wichtiger und mehr wert ist.
Es gibt auch Menschen, die sich mehr für das Gemeinwohl einsetzen als andere oder umgekehrt, die mehr auf ihren eigenen Gewinn bedacht sind. Erstere geniessen ein höheres Ansehen, was sich aber nicht in monetären Quantitäten sondern eher indirekt durch Status, Funktion und Position in der Gesellschaft auszeichnet. Unterschied führen zur Pluralität. Ressourcen und Möglichkeiten des Einzelnen sind nicht bei allen gleich, aber jeder Einzelne strebt danach, die Unterschiede klein zu halten und ist mehr auf Harmonie, Gleichgewicht in den verschieden Beziehungen als auf Effizienz und Gewinn aus.

Staatsform

Die Schweiz behält und intensiviert ihre Föderalistische Staatsform. Weitreichende Eigenverantwortung und Selbstverwaltung von Kommunen, Gemeinden oder auch Menschengruppen in ähnlichen Gefügen wie z.B. Vereinen führen zu einer Vereinigung, einer Co-föderation von Gemeinschaften.

Politische Verantwortung

Demokratie ist vermehrt direkt und beschränkt sich auf Dinge, die auch direkt betreffen, und für die man zur Rechenschaft gezogen werden kann. Rechte stehen im Gleichgewicht und in direkter Beziehung zu Pflichten. Verstärkter Föderalismus ist gefragt. Ob man Schweizer ist oder nicht, hängt nicht vom Pass, der Herkunft oder der Hautfarbe ab, sondern davon, wie weit man bereit ist, sich für die Gemeinschaft, die Menschen mit denen man lebt, einzusetzen und an einer gemeinsamen Zukunft zu arbeiten.

Gesetzesgrundlagen

Die Juristische Person (Gmbh und Aktiengesellschaften) existiert nicht mehr. Menschen tauschen Informationen, Dienstleistungen und Güter im direkten Austausch mit anderen Menschen oder Menschengruppen aus. Spekulation beschränkt sich auf eine Voraussicht des Wetters, des psychologischen Verhaltens oder anderer Faktoren die den tatsächlichen Bedarf dieser Produkte menschlichen Schaffens (Informationen, Dienstleistungen und Güter) beeinflussen.

Der Unternehmergewinn gehört dem Unternehmer, der Verlust muss von ihm getragen werden.

Privatrecht, Markenschutz und Patente sind ein Hirngespinst der Vergangenheit. Besitz ist wo man „drauf sitzt“ und wofür man auch „ver-antwortlich“ ist, ganz gemäss alt-gemarnischem Recht.

Produktion

Produktion beschränkt sich vermehrt auf lokale Produzenten, da so die Transparenz und Überwachung der Qualität durch den einzelnen Nutzniesser des Produktes, einfacher ist. Auch wenn ein Aussenhandel nie ganz auszuschliessen ist und sogar wünschenswert ist, die Wirtschaft stützt sich auf Selbstgenügsamkeit.
Neue Technologien ermöglichen auch neue Arbeitsformen. Die die am Morgen Kartoffeln pflanzen, können auf ihrem Hof am Nachmittag ein Webdesign gestalten oder an einer Chemischen Formel für eine schadlose Entsorgung von Atommüll herumbasteln, Natur und Technik können miteinander und nicht nur nebeneinander leben. Dank Internet und neuen Möglichkeiten, die erst in den Jahren 2010 bis 2030 geschaffen werden, ist das Zusammenarbeiten an grossen und komplexen Projekten möglich, trotz physischer Distanz der Beteiligten; wie wir dies schon aus der Entwicklung von Open Source Software kennen [ CITATION Web00 \l 2055 ].
Das Jahr 2030 wird ein gutes Jahr sein. Dies zumindest wünsche ich mir und uns allen.

Literaturverzeichnis

Kondratenko, A. (28. March 2009). Physical Modeling of Economic Systems: Classical and Quantum Economies . Abgerufen am 17. March 2010 von http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1304630
Menger, C. (2007). Principles of Economics. Abgerufen am 12. March 2010 von Mises Institute: http://mises.org/Books/Mengerprinciples.pdf
Weber, S. (Juny 2000). The Political Economy of Open Source Software. University of Berkeley, California.








Dies ist eine Arbeit über Sarah Wagenknechts Darlegung der Arbeitswerttheorie.

Original Aufsatz |


Was ist wert und was misst wert de Tabea Hirzel

Mehrwert


Wagenknechts These: "Entscheidende Variable zur Erklärung der Möglichkeit von Ausbeutung - bei allseits offenen Märkten, ohne Gewalt und staatlichen Zwang - ist also die mit der technischen Entwicklung verbundene Steigerung der notwendigen Arbeitsinputs der wichtigsten Produktionsgüter sowie die damit verbundene Verschiebung zwischen direkten und indirekten Arbeitsaufwendungen sämtlicher Güter zugunsten der letzteren." (Wagenknecht, 15)

Hirzels Antwort: Die Ursache der Ausbeutung ist nicht eine "Steigerung des Arbeitsinputs" sondern die politisch geschaffene Möglichkeit, durch ein System (u.a. das Finanzsystem) Rechte von Verpflichtungen zu dissoziieren, wodurch immer die einen die Fehlleistungen der anderen Bezahlen bezahlen, wärend letztere in allen Fällen Gewinne machen, sowohl aufgrund ihrer eigenen Leistung als auch der der anderen.


Wagenknechts These: "Die konkrete Relation, die sich dabei durchsetzt, ist allerdings keine ökonomisch endogen ableitbare Variable, sondern wird wesentlich durch außerökonomische Faktoren (Organisationsgrad auf beiden Seiten, Macht, Bewusstsein etc.) bestimmt." (Wagenknecht)

Hirzels Antwort:  Dies sind keine äussern sondern interne Faktoren.

Wagenknechts These: "Marx quantifiziert Ausbeutung durch die Mehrwertrate." (Wagenknecht, 15)

Hirzels Antwort:  Mengers alternative subjektive Merhwerttheorie erklärt diese Phänomene besser.

Wert und Macht

Wagenknechts These:  Der in stofflicher Form vorliegende bzw. an stoffliche Träger gebundene Reichtum bildet die Grundlage der ökonomischen Werte und entscheidet über den Wohlstand einer Gesellschaft. (Wagenknecht)

Hirzels Antwort:  Das ist so nicht ganz richtig, denn Wert entsteht nich in der Produktion von  Wert(gegenständen) sondern im Austausch von Dingen oder Leistungen, die ein subjektives Wertgefälle haben.

Das Wirtschaftsleben besteht auch nicht aus "natürlichen Ressourcen unter Verwendung eines gegebenen Apparats" (Wagenknecht) sondern ist (immer) der Austausch von Waren und Informationen zwischen Einzelpersonen, nicht Unternehmen oder Apparaten. Letztere sind nur eine Form, wie dieser Austausch organisiert wird.

Wagenknechts These: "das in konkreter Arbeit mit einer bestimmten Menge konkreter Ressourcen und konkreten physischen oder auch informationellen Hilfsmitteln produziert werden muß" (Wagenknecht)

Hirzels Antwort: Daher ist eine Optimierung nur bedingt nützlich, da sie nicht notwendigerweise zu mehr Wert führt.

Wagenknechts These: "Die Knappheit natürlicher Ressourcen ist insofern kein exogenes Datum, sondern endogene Variable des physischen Produktionsprozesses" (Wagenknecht).

Hirzels Antwort: Wert kann nicht ausschliesslich von der Knappheit eines Gutes abgeleitet werden. Der Bedarf nach diesem Gut muss immer damit in Zusammenhang gestellt werden.

Wagenknechts These: "Makrovariablen zusammenfassen" (Wagenknecht).

Hirzels Antwort:  Vorrausgesetzt dass das rechnerische Problem und Wissenschaft auf das selbe sind.

Wagenknechts These: "Jedes Gut und jede Leistung erhält im und durch den Tauschakt einen ökonomischen Wert.." (Wagenknecht) 

 Hirzels Antwort: Absolut.

Wagenknechts These:  "...der seiner bzw. ihrer Tauschrelation zu anderen Gütern und Leistungen entspricht." (Wagenknecht) 

Hirzels Antwort: Nicht ganz. Das hängt nicht vom Wert eines anderen Gutes, sondern von der Beziehung, die ich zum anderen Individuum habe, und dem Wert, den jeweiligen Wert, den ich und diese andere Individuum diesem Guten zusprechen. Dies ist wiederum durch unseren Bedarf bestimmt.

Wagenknechts These: "die Tauschrelation eines Gutes zu den anderen Gütern verändert sich, wenn sein eigener Preis, aber auch, wenn der Preis irgend eines anderen Gutes variiert." (Wagenknecht) 

 Hirzels Antwort:  Dies liegt daran, dass diese Waren, die scheinbar ihr relatives Preisniveau "verlieren", für Investitionen interessant sind. Das bedeutet, dass sie nicht aufgrund persönlicher Notwendigkeiten gekauft werden, sondern weil wir erwarten, dass der Preis wieder steigen wird (aufgrund von Knappheit oder anderen Einflüssen), und wir in der Lage sind, ihn gegen mehr als das, was wir zuvor hatten, auszutauschen und einen Nutzen aus dem Austausch zu ziehen .

Wagenknechts These: "Dessen ungeachtet sind Preise die einzige Form, Güter und Dienste unterschiedlichster Art auf einheitlicher Grundlage zu quantifizieren".

Hirzels Antwort:  Es machte die Wirtschaftwissenschaften so schön einfach, könnte man tatsächliche Güter objektive, zum Beispiel durch den Preis, vergleichen. Dem ist aber nicht so. Wodurch die meisten Volkswirtschaftlichen Rechnungen nicht mehr als schönes Wunschdenken sind.

Wagenknechts These: "Der Ökonometriker handelt insofern wie ein Physiker, der das Gravitationsgesetz überprüfen wollte, dazu aber nur ein Metallpendel in einem starken und veränderlichen Magnetfeld zur Verfügung hätte. Der Anspruch, durch ökonometrische Untersuchungen die Beziehung zwischen ökonomischen Variablen numerisch bestimmen zu können, ist daher von vornherein fragwürdig." (Wagenknecht) 

Hirzels Antwort: (Schmunzel). Ich stimme diesem Bild zu, aber nur wenn wir in Betracht ziehen, dass diese Variablen des Ökonometrikers sich wie die Protonen in der Quantenphysik bewegen, etweichen, sobald wir versuchen ihre Position zu definieren.

Wagenknechts These: "Die Ausgangsfrage ist: Worin liegt der Hebel, über den sich der Zusammenhang zwischen physischen Produktionsprozessen und Wertvariablen herstellt?" (Wagenknecht)

Wagenknechts These: "... Wirtschaftsteilnehmer danach strebt, sich mit möglichst geringer Mühe einen möglichst großen Zugriff auf den gesellschaftlichen Reichtum zu sichern, muß jeder versuchen, möglichst teuer zu verkaufen und möglichst billig zu kaufen." (Wagenknecht) 

Hirzels Antwort: Dies gilt nur, wenn wir die gekaufte Ware ohne größeren Wertverlust einlagern können und eine hohe Sicherheit haben, die Ware wieder verkaufen zu können. Dieses Prinzip is auch auf das Geld anwendbar.

Allerdings führt dies nicht zu einer absoluten Verteilung des Vermögens, da Geld zwar auch monetär verteilt wird, Geld jedoch an sich ein Gut (sein sollte) und daher einen relativen, subjektiven Wert hat.

Wagenknechts These: "Produkt subjektiver Kalkulation" (Wagenknecht)

Hirzels Antwort:

Zum ersten Modell: zwei Teilnehmer, zwei Waren, von denen jeweils einer der Teilnehmer nur eines der beiden produziert. Dieses Modell ist selbst auf abstrakter Ebene sehr unrealistisch. Es gibt keine einzige Situation, in der dies vorkommt und sich tatsächlich keine weitere Wahl bietet, außer mehr oder weniger von diesem einzigen Produkt zu produzieren. Es besteht also keine gegenseitige Abhängigkeit zwischen den Waren, allerdings zwischen Personen.

Zum zweiten Model: Diese Modelle basieren auf der Annahme, je mehr man von einem Gut hat, desto besser. Besitztümer sind jedoch nicht kostenlos. Lagerplatz, Verluste usw. Es ist daher nur besser mehr von etwas zu haben, solange man seinen Bedarf daran noch nicht gedeckt hat. Ausser es sei ein Gut, das als Geldmittel eingesetzt werden kann.

Wagenknechts These: "Mit der Trennung zwischen Produzent und Anbieter verschwindet die subjektive Arbeitsmühe völlig aus der Preiskalkulation." (Wagenknecht) 

Hirzels Antwort: Die einzige Bedeutung, die die Arbeitsmühe hat, ist dass bei unserer Abwägung über den Wert eines Gutes insofern bestimm, ob es sich lohnt, das gut herstellen, oder es doch besser zu erweben, oder gar ganz darauf zu verzichten. Dies ist aber nur ein Teil der Preiskalkulation. In keinem Fall würde die Trennung zwischen Produzent und Anbieter darauf Einfluss haben. Dies braucht aber einer längeren Erklärung.

Wagenknechts These: "Rentabilität ist keine rein technisch bestimmte Größe." (Wagenknecht, 13)

Hirzels Antwort: Ganz genau. Einverstanden.

Wagenknechts These: "Es besteht damit ein ständiger Druck zur Ausweitung der Produktion über die Aufnahmefähigkeiten des Marktes hinaus." (Wagenknecht, 13) 

Hirzels Antwort: Ich bin Einverstanden damit, dass Überproduktion systemimmanent ist, allerdings aufgrund der Trennung von Rechten und Pflichten.

Wagenknechts These: "Aber die ab Modell 3 in erster Linie produktionsseitig bestimmten Tauschrelationen bzw. relativen Preise haben Einfluß darauf, welche Konsumwünsche am Markt tatsächlich relevant werden. Im letzten Modell kommen als wesentliche Determinanten die Lohnquote und die Konzentration der Nichtarbeitseinkommen hinzu."(Wagenknecht, 13)

Hirzels Antwort: Das ist weder ganz falsch, nocht ganz richtig und einer näheren Betrachtung durchaus wert.

Wagenknechts These: "Die Bedeutung der Analyse makroökonomischer Gleichgewichtsrelationen lässt sich mit dem gleichen Argument bestreiten." (Wagenknecht, 14)

 Hirzels Antwort: Makroökonomischer Gleichgewichtsrelationen und Preistheorie fussen tatsächlich auf der selben Logik. Allerdings stimme ich nicht mit Wagenknechts Lokig überein. (Schmunzel).

Wagenknechts These: "Diese „ursprüngliche Akkumulation“ konnte selbst nicht Produkt marktkonformer Prozesse sein, sondern beruhte auf Monopolbildung im Handel (historisch vor allem im Überseehandel), auf restriktive Zugangsbeschränkungen zu bestimmten Produktionszweigen (Ausläufer des alten Zunftwesens) und auf der Konzentration von Grundvermögen mit Mitteln der Macht." (Wagenknecht, 14)

 Hirzels Antwort: Dies ist in diesem historischen Fall tatsächlich richtig.

Wagenknechts These: "...immerhin wird Subsistenzproduktion von den durch moderne Industrie und Agrotechnik gesetzten Preisen nicht tangiert." (Wagnknecht, 15) 

 Hirzels Antwort: Das ist für mich nicht ganz klar. Ich arbeite deshalb schon seit Jarhen auch an empirischen Studien zu dieser Frage.

Schlussfolgerung

In der Theorie des adde value (nach Marx) wird das Verhältnis von Erwartungen und Vertrauen zwischen den beiden Austauschpartnern weggelassen. Ein wirtschaftlicher Akt ist immer zuerst ein politischer Akt, oder nach Schmid Ökonomie ein Mittel zu politischen Zielen (Schmid, 25). 

Deshalb sind beide, das kommunistische Experiment und das kapitalistische Experiment bisher gescheitert. Weil die menschliche Interaktion nicht auf eine vernünftige, berechnende Logik beschränkt werden kann.